Vom Weinberg zur WEINKULT BREISGAU

Unsere 12 Breisgauer Winzergenossenschaften freuen sich auf die Premiere am 18 Mai in Ettenheim. Die 12 Winzergenossenschaften hier im Portrait:

WEINKULT BREISGAU – am 18. Mai ist die Premiere der ersten gemeinsamen Veranstaltung. Die Breisgauer Sonnenwinzer aus dem Verbund Badischer Winzerkeller sind dabei – mit 12 Winzergenossenschaften und zeigen Profil. Als Veranstalter veröffentlicht die Badische Zeitung Hintergründe, Interviews und Portraits der beteiligten Weinerzeuger. So auch von den Sonnenwinzern, dem Mehrfamilienbetrieb:

ÜBERBLICK

Der Badischer Winzerkeller in BreisachQualität direkt vom Erzeuger, dafür steht der Badische Winzerkeller. Seit mehr als 60 Jahren setzen die Sonnenwinzer innovative Maßstäbe im Weinbau. Und bringen Sonne ins Glas. Die bodenständige Arbeit und engagierte Handschrift der rund 4.000 angeschlossenen Winzer und Winzerfamilien aus ganz Baden prägen das cha­rakteristische Profil der Weine. Heute zählen 51 voll- und teilanliefernde Mitglieder zur traditionsreichen Erzeuger­gemeinschaft. Gemeinsam bewirtschaften sie 1.713 Hektar aus neun Anbaugebieten: von Tauber­franken im Norden über den Breisgau, Kaiserstuhl und Tuniberg bis hin zum Bodensee im Süden. Pro Jahr bauen die Kellermeister gemeinsam mit ihrer Mannschaft über 500 ausdrucksstarke und gehaltvolle Weine aus. Für ein­zigartigen Genuss sorgen zudem der umwelt­schonende Anbau und eine naturnahe Kellerwirtschaft. www.sonnenwinzer.de

Die zwölf Breisgauer Winzerbetriebe Verbund Badischer Winzerkeller
Sind wir nicht alle von der Sonne verwöhnt? In jedem Falle sind es auch die Breisgauer Winzergenossenschaften aus dem Verbund Badischer Winzerkeller. Sie sind Sonnenwinzer - sortiert von Süd nach Nord – mit den zwölf Winzergenossenschaften Buchholz/Sexau, Mundingen-Landeck, Köndringen, Malterdingen, Kenzingen-Hecklingen-Bombach, Nordweil, Bleichtal, Herbolzheim, Münchweier-Wallburg-Schmieheim, Kippenheim-Mahlberg-Sulz, Lahr und Oberschopfheim. Diese sind mit insgesamt 1200 Winzerinnen und Winzern und rund 670 ha Anbaufläche über den Badischen Winzerkeller im Breisgau angeschlossen. Zusammen mit allen weiteren Breisgauer Weinerzeugern stehen sie für bodenständige Arbeit und prägen das Profil des Breisgaus an Wein, Landschaftsbild und typischer Lebensart.


12 Portraits - von Süd nach Nord durch den Breisgau:

Unsere 12 Breisgauer Winzergenossenschaften Buchholz/Sexau, Mundingen-Landeck, Köndringen, Malterdingen, Kenzingen-Hecklingen-Bombach, Nordweil, Bleichtal, Herbolzheim, Münchweier-Wallburg-Schmieheim, Kippenheim-Mahlberg-Sulz, Lahr und Oberschopfheim hier im Portrait:


INTERVIEW: Die Breisgauer - Fragen an die Teilnehmer von Weinkult Breisgau 2018

Auf ein Wort vorweg – mit zwölf Winzerbetrieben stellen Sie beim Weinkult Breisgau einen beachtlichen Teil an Erzeugern und Weinen?
In der Tat, als Badischer Winzerkeller bilden wir mit und für den Breisgau am 18. Mai rund ein Drittel unserer Anbaufläche und unserer angeschlossenen Winzerinnen und Winzer ab. Wir freuen uns alle auf die erste Breisgauer Veranstaltung dieser Art. Und wir bedanken uns bei der Badischen Zeitung, die diese Veranstaltung ins Leben gerufen hat und als Veranstalter sogar durchführt. Das hat man selten und zeigt das Engagement und die Verantwortlichkeit der Badischen Zeitung für die Menschen und Themen aus der hiesigen Region.

Stellen Sie sich vor, Sie sind beim Bundespräsidenten zum Essen eingeladen. Welche Flasche Wein aus Ihrem Keller bringen Sie ihm mit und warum gerade diesen?
Mindestens zwei Weine würde ich Frank-Walter Steinmeier mitbringen und über diese versuchen, ihm Eindrücke aus dem Breisgau zu vermitteln: Einen schönen „Schwarzwälder Rotwein“, einen für den Breisgau typischen Spätburgunder, markant wie die Bollen auf dem Schwarzwaldhut, dezent-fruchtig nach Kirsche und Brombeere, vollmundig in der Struktur, kräftig und zugleich samtig im Charakter. Als zweites einen Breisgauer Weißburgunder oder Müller-Thurgau, der im Geschmack die Rheinebene im Breisgau nachzeichnet – leicht und unbeschwert wie die sonnendurchflutete Region, dezent betont nach Melone, Zitrus und dem Duft reifender Trauben in den Rebzeilen. Rot-Weiß aus dem Breisgau, wie eine Komposition aus dem Bilderbuch.

Die Breisgauer haben sich viele Jahre hinter Kaiserstuhl, Markgräflerland oder Ortenau versteckt. Was muss sich ändern, damit das Anbaugebiet bekannter wird?
Die Breisgauer stehen den anderen Anbaubereichen im Einzelnen in nichts nach. B wie Baden und B wie Breisgau – als Begrifflichkeit ist der Breisgau über den Fußball über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Die Initiativen wie die Breisgauer Wein GmbH mit neuem Auftritt für Wein und Tourismus sind Wegbereiter für mehr Bekanntheit. Die Landesgartenschau in Lahr wird ein weiterer Nährboden für mehr Öffentlichkeit sein. Insbesondere die WEINKULT Breisgau wird die Gesichter der Breisgauer Erzeuger sichtbar machen. Mehr davon wird uns im Breisgau weiter profilieren.

Was gefällt Ihnen am Beruf des Winzers?

Wir leben von und mit der Natur – das ist für alle unsere Winzerinnen und Winzer das Schöne. Es ist mehr als nur Beruf, es ist Berufung. Der überwiegende Teil unserer Betriebe arbeitet mit seinen Mitgliedern im Nebenerwerb. Mit der Weinbautradition aufgewachsen ist das Arbeiten in den Reben vor allem die Verbundenheit zu Land und Leuten, Lebensart, eigenen Werten und Genusskultur. Unsere Kellermeister begleiten den Weg vom Weinberg bis zum Weinregal und sorgen für einen individuellen Ausbau der Weine. Das ist ein überaus kreativer Prozess, so als würde man Gemälde malen. Jedes Jahr aufs Neue stehen die Schöpfungen aus der Natur als formvollendete Produktpersönlichkeiten da. Jeder Wein ein Original. Wie die Winzer. Wie der Breisgau.

Was schätzen Sie persönlich am Breisgau?
Die ehrliche und herzliche Art der Menschen, die über den Wein und die Landschaft mitein-ander verbunden sind. Zudem das abwechslungsreiche und geschwungene Landschaftsbild entlang des Rheintals und in der Vorbergzone des Schwarzwaldes. Das macht den Breisgau so einzigartig.

Mit welchen Weinen kann sich der Breisgau profilieren?
Im Rebsortenspiegel unserer zwölf Breisgauer WGs liegt der Spätburgunder an erster Stelle. Er macht vereinzelt bis zu 50 % des mengenmäßigen Anteils aus. Gefolgt vom Müller-Thurgau, Ruländer und Weißburgunder sind dies aus unserem Verbund die Hauptrebsorten. Natürlich gibt es daneben eine enorme Bandbreite weiterer Rebsorten, die sich aus der Vielfalt der Lagen und Landschaften ergeben. Demnach würden wir den Breisgauer Spät-burgunder in den Vordergrund rücken und rundherum das Bild der Weißweine zeichnen, die den Breisgau als sonnenverwöhntes Weinland repräsentieren.

Was ist für Sie ein großer Wein?
Ein authentischer Wein, der uns die Geschichte hinter dem Wein erleben lässt. Ein großer Wein inspiriert, löst Geschmack und Wohlbefinden aus und bleibt in Erinnerung.

Was trinken Sie, wenn kein Breisgauer mehr im Keller liegt?
Wir im Verbund Badischer Winzerkeller sind buchstäblich an der Quelle und haben eher die Qual der Wahl. Bei zwölf Mitgliedsbetrieben aus dem Breisgau ist immer was im Keller. Auch darüber hinaus können wir aus dem Vollen schöpfen. Denn zum Verbund Badischer Winzer-keller gehören alle badischen Anbaubereiche vom Bodensee im Süden bis Tauberfranken im Norden. Das beschert unserer Erzeugergemeinschaft in Breisach bis zu 500 verschiedene Weine jedes Jahr. Jeder der Weine hat seine individuelle Note. Man könnte bei der Auswahl von paradiesischen Verhältnissen sprechen – ist es auch.

Beschreiben Sie in drei Schlagworten Ihre Betriebsphilosophie.
Die Sonnenwinzer. Der Mehrfamilienbetrieb. Bringen Sonne ins Glas.

Die Beschaffenheit der Böden wird immer wichtiger für die Weinproduktion. Was kennzeichnet Ihre Rebhänge?
Lage, Lage, Lage – das gilt auch für die Rebanlagen. Die Konstellation Rheintal und Schwarzwald schafft optimale klimatische Bedingungen in der Komposition von Luft, Feuchtigkeit und Sonneneinwirkung. Alles was die Rebe begehrt. Und die mineral-stoffhaltigen und nährstoffreichen Böden und Hänge sorgen mit unterschiedlicher Prägung für ein Mix, aus dem die typischen Breisgauer Weine entstehen.

Der Klimawandel schreitet rasant voran. Muss der Breisgau Alternativen zu den Burgundersorten finden?
Wir alle sind mit dem Weinbau auch Landschaftspfleger und haben Auswirkungen des Klimawandels fest im Blick. Qualitätsarbeit in den Reben heißt daher auch, mit der Natur auf Veränderungen zu reagieren und beispielsweise im Pflanzenschutz sensibel auszusteuern. Jeder vor Ort kennt seine Gegebenheiten und Möglichkeiten genau. Wir vom Badischen Winzerkeller sind im ständigen Austausch mit allen weinbaulichen Institutionen und bringen neue Erkenntnisse konkret ein. Mit den Burgundersorten liegen wir im Breisgau richtig. Im Spektrum der weiteren vielen Rebsorten wird man – gerade bei Neuanpflanzungen – von Fall zu Fall Anpassungen vornehmen, dies aber über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg.

Wo steht der Breisgau in 20 Jahren?
Der Breisgau hat Zukunft – blühende Landschaften, schöne Weinqualitäten und einen hohen Freizeitwert. Wein und Tourismus setzen derzeit und die nächsten Jahre alle Kraft daran, im Netzwerk von Wirtschaft und Kultur das Bild des Breisgaus weiter zu stärken. Dies ist nur in aller Gemeinsamkeit erreichbar. Darauf setzen wir, gerade auch als Badischer Winzerkeller.

Sie gewinnen im Lotto zwei Millionen Euro. In welches Wein-Projekt stecken Sie das Geld?
In den Nachwuchs, ganz klar! Wir als Badischer Winzerkeller würden einen unerwarteten Geldsegen in den Erhalt des Winzerhandwerks stecken. Der Generationswechsel in den Erzeugerbetrieben ist in vollem Gange. Hier braucht es auch handfeste Unterstützung nebst laufender Beratung und Strukturmaßnahmen. Das ist entscheidend für den weiteren Weg nicht nur im Breisgau. Damit wir auch Morgen kraftvoll anpacken können und Weinbau sich weiterhin entwickeln und auch wirtschaftlich lohnen kann.


WG Buchholz/Sexau - Weichen für die Zukunft gestellt

Die WG Buchholz/Sexau feierte im September 2017 ihr 50-jähriges Bestehen. Stimmungs-voll, denn zu alledem hatte auch Bernhard Reichenbach sein Jubiläum mit 30 Jahren in der Verantwortung für die WG. Ihm zur Seite steht Geschäftsführerin Margarete Kane. Bewirt-schaftet werden heute die Reben von 70 Winzern im Haupt- und Nebenerwerb. Heute stehe die WG Buchholz/Sexau sehr gut da und man entwickle sich stetig weiter. Die Garanten des Erfolges seien vielfältig. Wichtig seien das Herzblut und das Engagement der Winzer. Aus-baut werden die Weine im Badischen Winzerkeller in Breisach. Um besser und zielgerich-teter die Weine verkaufen zu können, wurde 1992 die Weinbau- und Vertriebsgenossen-schaft gegründet und gleichzeitig das damalige, private Ortslager übernommen. Es war ein Schritt in die richtige Richtung, schwärmt der Vorsitzende Bernhard Reichenbach. Der Um-satz konnte gewaltig gesteigert werden. Geliefert wird der Wein an die Gastronomie, den Fachhandel und an die Endverbraucher. Aber auch sonst ist die WG aktiv und macht Werbung bei Führungen auf dem Weinlehrpfad, bei Osteraktionen im Rebberg oder beim jüngsten Kind, dem Lavendelfest. Und welche Rolle spielen die Weingüter für die WG? Das spornt an, bemerkt Reichenbach, Konkurrenz belebt das Geschäft, gilt auch hier. Man arbeite mittlerweile auch zusammen, um den Buchholzer Wein insgesamt bekannter zu machen. Bestes Beispiel ist das gemeinsame „Wein-Testival“ im Frühjahr. „Weinkult Breis-gau“ wird hier ein weiterer Meilenstein sein.
Mitentscheidend für den Erfolg ist natürlich auch die Arbeit im Keller. Ein dickes Kompliment geben die WG-Verantwortlichen mit Bernhard Reichenbach an der Spitze dem Badischen Winzerkeller in Breisach. Dort werde gutes Lesegut in sehr gute Weine verarbeitet. Zahlrei-che Preise der Prämierungen zeigen dies. Die Qualität sei heute das entscheidende Kriteri-um. Vor Ort habe man sogar ein eigenes Qualitätsmanagement aufgebaut, das vom Badi-schen Winzerkeller unterstützt wird. Was den Ausbau in Breisach betrifft, loben die Buch-holzer und Sexauer Winzer die dortigen Fachleute und heben stellvertretend Badens beste Kellermeister Jörg Wiedemann und Ottmar Ruf hervor.
Für die erfolgreiche und positive Entwicklung der WG Buchholz/Sexau steht auch das neue Vertriebsgebäude und die Traubenannahmestelle im – wie könnte es anders sein – Burgunderweg. Es war ein langer Weg der Planung. Neu hinzugekommen ist auch die Vinothek. Eine bessere Entscheidung hätte es gar nicht geben können, so Vorstands-vorsitzender Bernhard Reichenbach und Geschäftsführerin Margarete Kane. Auch die Sexauer schwärmen über den Standort, der von weitem zu sehen und sehr gut zu erreichen ist. Weitblickend war auch, schon frühzeitig Rücklagen für diesen Neubau gebildet zu haben. Denn solch ein Projekt einer relativ kleinen Genossenschaft sei nicht selbstverständlich. Nach intensiver Planung und zügiger Bauzeit konnte Ende 2014 schließlich das neue Gebäude eingeweiht werden. Innovativ und richtungsweisend, von der Form, Material-auswahl und Einbindung in die Landschaft – zeigt sich das neue Gebäude. Es hat schon drei große Preise erhalten, zuletzt in Stuttgart den bundesweit ausgeschriebenen Architekturpreis Wein 2016. Dass die Entscheidung richtig war, zeigen auch die Zahlen. Der Umsatz konnte in den lichtdurchfluteten Räumen mit Blick auf die Weinberge um 30 % gesteigert werden. Seither ist eine weitere Zunahme zu verzeichnen, blickt Bernhard Reichenbach optimistisch in die Zukunft. Mit der Auslagerung und dem Neubau mit Vinothek haben damit die Winzer erneut die Weichen für die Zukunft gestellt.

WG Buchholz/Sexau
Vollanliefernde WG im Verbund Badischen Winzerkeller
und Teilselbstvermarkter

Vorstandsvorsitzender Bernhard Reichenbach
Geschäftsführerin Margarete Kane
Gründung 1967
Rebfläche ca. 41 ha
Mitglieder ca. 70
Hauptrebsorten Spätburgunder, Ruländer, Müller-Thurgau, Weißburgunder


WG Mundingen-Landeck – Ein typisches Familienunternehmen

Die Winzergenossenschaft Mundingen-Landeck eG ist eine kleine, aber feine Genossen-schaft. Man könnte schon fast sagen, ein kleines Familienunternehmen. Mundingen blickt auf eine 800 Jahre lange Weinbautradition zurück, welches die Königsurkunde zu Basel vom 28. Mai 1207 belegt. 2017 konnte die Winzergenossenschaft ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Die erfolgreiche Teilnahme an nationalen, allen voran der Badischen Gebietswein-prämierung des Badischen Weinbauverbandes, und internationalen Wettbewerben, bestätigt die qualitätsbewusste Arbeit der Winzerinnen und Winzer. Highlight sind die Weinproben mit Führung auf der Burg Landeck und Geschichten von und mit Burgfräulein Brigitte von Landeck. „In unseren Weinen soll sich die Liebe zum Wein, die Leidenschaft und Qualität, mit der unsere Winzer ihre Reben bewirtschaften, und die reizvolle Landschaft, in der der Wein wächst, widerspiegeln.“ Das besondere an der Genossenschaft Mundingen-Landeck ist, dass sie von einer Frau geführt wird - Manuela Krayer - und das als erste und einzige Genossenschaft in Baden. „Mit viel Herzblut investieren die Verantwortlichen und Mitglieder ihre freie Zeit in der WG“, so Manuela Krayer, „um dafür zu sorgen, dass Mundinger Weine in aller Munde sind und sich der Konsument in schönen Momenten auf der Sonnenseite des Lebens fühlen darf.“ Ein schönes Stück Breisgau.

WG Mundingen-Landeck
Vollanliefernde WG im Verbund Badischen Winzerkeller
und Teilselbstvermarkter

Vorstandsvorsitzende Manuela Krayer
Gründung 1967
Rebfläche ca. 14 ha
Mitglieder ca. 40
Hauptrebsorten Spätburgunder, Müller-Thurgau, Ruländer, Weißburgunder


WG Köndringen – 1954 als erste Genossenschaft im Breisgau gegründet

Die Winzergenossenschaft Köndringen wurde im Jahr 1954 als erste Genossenschaft im Breisgau gegründet und ist seitdem vollablieferndes Mitglied des Badischen Winzerkellers in Breisach. Die WG Köndringen ist mit 114 Hektar Rebfläche auch die größte Genossenschaft im Breisgau. 13 verschiedene Rebsorten werden angepflanzt, darunter die Hauptsorten Spätburgunder, Müller Thurgau, Ruländer und Weißburgunder. Die Winzerinnen und Winzer sind besonders stolz auf das in Eigenleistung ausgebaute Winzerhüs in der Klingelgasse 10 in Köndringen, das 1997 eingeweiht wurde. Ein besonderes Erlebnis ist eine Wanderung durch die Köndringer Reben auf den gut ausgeschilderten Weinwanderwegen. Es gibt drei verschiedene Wegstrecken mit 5,5 km, 10 und 12 km. Für jeden ist etwas dabei. Ein echter Tipp - Wanderung durch die Weinberge mit Fackeln, Lagerfeuer und Weinprobe.

WG Köndringen
Vollanliefernde WG im Verbund Badischen Winzerkeller

Vorstandsvorsitzender Walter Förschler
Geschäftsführender Vorstand Walter Förschler
Gründung 1954 als erste Genossenschaft im Breisgau gegründet
Rebfläche ca. 114 ha
Mitglieder ca. 150
Hauptrebsorten Spätburgunder, Müller-Thurgau, Ruländer, Weißburgunder


WG Malterdingen-Heimbach – In der Tradition des Spätburgunder Rotweins „Malterdinger“

Inmitten des Breisgaus, eingebettet in die Vorbergzone des Schwarzwaldes, liegt der Wein-ort Malterdingen. Die Umgebung ist von mehreren Tälern eingeschnitten, aus denen sich die Weinberge terrassenförmig erheben. In der traditionsreichen Weinbaugemeinde Malterdin-gen wird nachweislich schon seit Jahrhunderten Spätburgunder Rotwein angebaut. Dieser wurde früher auch „Malterdinger“ genannt. „Dieser Tradition fühlen wir uns heute auch ver-pflichtet, der Spätburgunder ist unser Aushängeschild“, betont Bernd Hildwein, Vorsitzender der WG. „Aus rund 40 ha Rebfläche der WG können wir die besten Trauben aus den Top-lagen herausselektionieren, um die Kleingebindeweine speziell auszubauen. Die sehr guten Erfolge bei den Weinprämierungen bestätigen unser Ziel, nur beste Trauben für die Einzel-lage Bienenberg zu verwenden.“ Sein Weinhof repräsentiert eine typische Winzerfamilie aus dem Breisgau. Überwiegend bestehen die Weinberge aus tiefgründigen Lössböden, die sich im Frühjahr schnell erwärmen und in trockenen, heißen Jahren genügend Feuchtigkeit speichern können. Das Grabenberg-Tal mit seinen Muschelkalk-Verwitterungsböden haben schon die Zisterziensermönche im Mittelalter für den Anbau ihres Spätburgunder Rotweins genutzt. Der Bienenberg, Malterdingens bekanntester Weinberg, zeichnet sich durch seine südlichen Hanglagen als exzellenter Standort für verschiedene Rebsorten aus. „Ich will WG und Weinhof unter einen Hut bringen und mir gefällt die Arbeit mit und in der Natur, der Wein ist für mich ein lebendiges Produkt und ich schätze die landschaftliche Vielfalt.“ Der Breisgau könne sich nach seiner Meinung mit Spätburgunder und Weißburgunder als Hauptprofil-weine und daneben mit Spezialitäten wie beispielsweise Auxerrois und Muskateller profilieren.

WG Malterdingen-Heimbach
Vollanliefernde WG im Verbund Badischen Winzerkeller

Vorstandsvorsitzender Karl Frank
Geschäftsführerin Simone Gruber
Gründung 1654
Rebfläche ca. 37 ha
Mitglieder ca. 120
Hauptrebsorten Spätburgunder, Weißburgunder, Müller-Thurgau, Ruländer


WG Kenzingen-Hecklingen-Bombach – Mit Weitblick von der Burg Lichteneck

Die der Rheinebene zugewandten Hänge der Vorbergzone des Schwarzwaldes zwischen Kenzingen und Hecklingen sind ähnlich von der Sonne verwöhnt wie die des Kaiserstuhls. Die Reben wurzeln meist im nährstoffreichen Löss auf einer Grundlage von Buntsandstein, Muschelkalk oder Mergel. Die Vielfalt des Terroirs bietet den Winzern die Möglichkeit, unterschiedlichste Traubensorten unter den jeweils besten Bedingungen zu kultivieren. Ziel der Winzergenossenschaft Kenzingen-Hecklingen-Bombach ist es, Trauben bester Qualität zu lesen. Drei Einzellagen stehen dabei im Vordergrund: Kenzinger Hummelberg (ca. 30 %), Hecklinger Schloßberg (ca. 60%), Bombacher Sommerhalde (ca. 10%). Hauptanteil ist der Spätburgunder Rotwein mit rund 40% und der Müller-Thurgau ist mit rund 30% immer noch größter Anteil im Weißwein-Ausbau der WG. In den letzten Jahren legte man verstärkt Wert auf den Muskateller (Hecklinger Schloßberg mit ca. 13%). Er ist neben dem Gewürztraminer (Bombacher Sommerhalde) und dem Spätburgunder Weißherbst (Kenzinger Hummelberg) der beliebteste Wein aus der Örtlichkeit. Auch ein Sekt von der Muskateller Traube kommt in den letzten Jahren sehr gut an. Im Weinhof „Burg Lichteneck“ in Hecklingen können alle Weine und Sekte probiert werden.

WG Kenzingen-Hecklingen-Bombach
Vollanliefernde WG im Verbund Badischen Winzerkeller

Vorstandsvorsitzender Mathias Meier
Geschäftsführer und Vorstand Rudolf Butz

Gründung 1934
Rebfläche ca. 106 ha
Mitglieder ca. 142
Hauptrebsorten Spätburgunder, Müller-Thurgau, Ruländer, Weißburgunder


WG Nordweil – Mit großen Lettern in die Rebanlage geschrieben

Nordweil-Kenzingen bietet mit idealen Rebanlagen am Herrenberg sehr gute klimatische Bedingungen. Tradition gepaart mit innovativen Rebsorten bilden den Schlüssel für die große Auswahl an Weinen - von leichten, fruchtbetonten Weißweinen, kräftigen und herben Rotweinen bis hin zum gehaltvollen Gewürztraminer Dessertwein. Der Weinbau in Nordweil wird erstmals im Jahre 1203 erwähnt und wurde 1977 als Winzergenossenschaft Nordweil eG gegründet und schloss sich im selben Jahr der Zentralkellerei, heute Badischer Winzer-keller in Breisach an. Die Nordweiler Winzer bewirtschaften ihre Weinberge, außer der Ortslage Herrenberg, auch in den Lagen Hummelberg und Sommerhalde. Ein wichtiges Hauptmerkmal der WG Nordweil ist die Weinvielfalt und besondere Weine wie Villa Norwillo oder St. Laurent. Die Lage des Herrenberg sowie die Großlage Burg Lichteneck bieten hierbei die idealen Voraussetzungen für einen guten Ertrag. „Offen, naturverbunden und neugierig“, so beschreibt Vorsitzender Rainer Frank sich und seine Winzerkollegen. „Das Zusammenspiel mit der Natur, die Landschaft und die Menschen, das ist es, was wir über unsere Weine interpretieren.“ Rainer Frank hat noch eine weitere Leidenschaft. Er gestaltet Holz-Skulpturen mit Motorsäge - wahre Kunstwerke wie die Großbuchstaben NORDWEIL, mitten in den Reben.   

WG Nordweil
Vollanliefernde WG im Verbund Badischen Winzerkeller

Vorstandsvorsitzender Rainer Frank
Geschäftsführer Albrecht Kunzer
Gründung 1977
Rebfläche ca. 56 ha
Mitglieder ca. 78
Hauptrebsorten Spätburgunder, Müller-Thurgau, Ruländer, Weißburgunder


Bleichtäler Winzer eG – Im idyllischen Bleichtal am Fuße des Schwarzwaldes

Die Bleichtäler Winzer setzten sich aus den ehemaligen Winzergenossenschaften Broggingen, Bleichheim und Wagenstadt zusammen. Seit dem Zusammenschluss im Jahre 1999 bilden sie eine starke örtliche Erzeugergemeinschaft. „Unsere Rebanlagen befinden sich in der Vorbergzone des Schwarzwaldes“, beschreibt der geschäftsführende Vorstand Karlheinz Kölblin die geografische Lage der Bleichtäler. „Durch diese Lage am Fuße des Schwarzwaldes bekommen unsere Weinberge genügend Niederschläge über die Vegeta-tionsperiode. Die Hälfe unserer Rebflächen ist mit Burgundersorten angepflanzt und rund 20 % mit Müller-Thurgau.“ Die Weine der Bleichtäler Winzer erkennt man heute an dem charakteristischen Logo, das die Bleiche und die Wappen der drei Dörfer zeigt. Die Trauben werden an den Badischen Winzerkeller in Breisach geliefert. Seit März 2016 haben Isabella Vetter und ihre Familie den Weinverkauf der Bleichtäler Winzer eG in Bleichheim über-nommen. Als ehemalige Badische Weinkönigin 2015/2016 repräsentiert Isabella Vetter in besonderer und engagierter Weise ihre heimischen Weine aus dem Breisgau. 

Bleichtäler Winzer eG
Vollanliefernde WG im Verbund Badischen Winzerkeller

Vorstandsvorsitzender Pius Vetter
Geschäftsführender Vorstand Karlheinz Kölblin
Weinhöfe Isabella Vetter Vinothek WEINJUBELLA  und Weinhof Schmidt in Broggingen
Gründung Die Winzergenossenschaft Bleichheim wurde im Jahr 1963 gegründet. Die Winzer aus Broggingen schlossen sich ebenso 1963 zur Winzergenossenschaft Broggingen zusammen. Seit dem Zusammenschluss im Jahre 1999 bilden sie eine starke örtliche Erzeugergemeinschaft.
Rebfläche ca. 50 ha
Mitglieder ca. 130
Hauptrebsorten Spätburgunder, Müller-Thurgau, Weißburgunder, Ruländer


WG Herbolzheim – Wir sehen den Weinbau als Kulturgut, mit dem wir verwurzelt sind

„Eine saubere Arbeit in den Reben zu absolvieren und damit gute Traubenqualität abzu-liefern, das ist unsere Philosophie,“ antwortet Fabian Dörle auf die Frage zur Philosophie der Herbolzheimer Winzer. „Wir sind fast ausschließlich Nebenerwerbswinzer und schätzen nicht nur die weinbauliche Lage zwischen Schwarzwald und Rhein in der Vorbergzone. Wie unse-re Kollegen pflegen wir mit dem Weinbau auch die Kulturlandschaft unserer Heimat. Wir sehen den Weinbau als Kulturgut, mit dem wir verwurzelt sind. Die Arbeit in den Reben ist ein Ausgleich zum beruflichen Arbeitsalltag.“ Tiefgründige Lössböden bieten eine gute Feuchte- und Wärmeregulation. Unter anderem der Weißburgunder erhält durch diese Böden seine typische Note. Wenn er jemanden eine persönliche Weinempfehlung geben würde, dann würde sich Fabian Dörle für einen Herbolzheimer Weißburgunder entscheiden, da dieser zu unterschiedlichsten Gerichten passt, ein typischer Wein aus der Region Breis-gau ist und nicht so trocken wie es der Grauburgunder ist. „Ein geschlosseneres und moderneres Auftreten der Betriebe und damit den Verbraucher auf die hohe Qualität unserer Weine aufmerksam machen“, blickt Fabian Dörle auf den anstehenden Breisgauer Event „Weinkult Breisgau“. Mit welchen Weinen kann sich der Breisgau profilieren? „Mit den typischen drei Burgundersorten und dem rassigen Müller-Thurgau.“

WG Herbolzheim
Vollanliefernde WG im Verbund Badischen Winzerkeller

Vorstandsvorsitzender Fabian Dörle
Geschäftsführender Vorstand Harald Vetter
Weinhöfe Hettenbach Herbolzheim und Mattmüller Tutschfelden
Gründung 1936
Rebfläche ca. 28 ha
Mitglieder ca. 97
Hauptrebsorten Spätburgunder, Müller-Thurgau, Weißburgunder, Ruländer


WG Münchweier-Wallburg-Schmieheim – Der guten Tradition vielseitig verbunden

Typisch Breisgau – so präsentiert sich die WG Münchweier-Wallburg-Schmieheim schon zum Entrée auf ihrer Website. „Fahr mal hin“ hört man die Hauptverantwortlichen sagen, den Vorsitzenden Anton Rösch und Geschäftsführer Leo Enderle. „Wir sind 84 Winzer und bewirtschaften 94 Hektar“, so die beiden. Die hauptsächlichen Rebsorten sind der Spätburgunder (34 ha), der Müller-Thurgau (21 ha) und der Graue Burgunder (12 ha). Insgesamt werden 19 verschiedene Rebsorten angebaut. Diese Vielfalt an Weinen werden über den Badischen Winzerkeller individuell ausgebaut und abgefüllt und gelangen wieder an die örtlichen Verkaufsstellen mit bester Beratung vor Ort. Während in Schmieheim der Buntsandstein vorherrscht, überwiegt in Münchweier und Wallburg der Kalkstein- und Lössboden. „Man schmeckt es in unseren Weinen,“ heißt es von den Winzern, „das sind wir.“ Typisch Breisgau.  

WG Münchweier-Wallburg-Schmieheim
Vollanliefernde WG im Verbund Badischen Winzerkeller
und Teilselbstvermarkter

Vorstandsvorsitzender Klaus Rösch
Geschäftsführender Vorstand Leo Enderle
Gründung 1971
Rebfläche ca. 94 ha
Mitglieder ca. 84
Hauptrebsorten Spätburgunder, Müller-Thurgau, Ruländer, Weißburgunder


WG Lahr – Der Schutterlindenberg ist Wahrzeichen für prächtige Rebhänge

„Wir sind hier in Lahr eine kleinere Winzergenossenschaft mit etwa 25 ha“, so Gerhard Kempf, Vorstandsvorsitzender der WG Lahr. „Mit unseren 30 Mitgliedern sind wir in der Bewirtschaftung überwiegend im Nebenerwerb tätig. Kleine Flächen und viel Handarbeit prägen unsere Leidenschaft für den Wein. Wir sind unserem Ort und der Region sehr verbunden und genießen den hiesigen Weinbau. Mit den klassischen badischen Burgundersorten und Müller-Thurgau, Cardonnay und Auxerrois ist die WG Lahr gut aufgestellt. Der kegelförmig in die Oberrheinebene ragende Schutterlindenberg ist sozusagen unser Wahrzeichen für prächtige Rebhänge.“ In Lahr ist Geselligkeit gute Tradition und so ist der alljährliche Winzerhallenhock an der örtlichen Traubenstation über Lahr hinaus bekannt. In diesem Jahr ist die Stadt Lahr Austragungsort für die Landesgartenschau 2018. „Hier wirken wir mit unseren Breisgauer Winzerkollegen aus anderen Genossenschaften und Weingütern zusammen und präsentieren uns gemeinsam in einem Breisgauer Weinstand vor dem Publikum. „Da freuen wir uns drauf“, spricht Gerhard Kempf für seine Kollegen. “ Wir alle wollen, dass der Breisgauer Wein noch bekannter wird.“

WG Lahr
Vollanliefernde WG im Verbund Badischen Winzerkeller

Vorstandsvorsitzender Gerhard Kempf
Geschäftsführender Vorstand Gerhard Kempf
Gründung 1973
Rebfläche ca. 25 ha
Mitglieder ca. 30
Hauptrebsorten Spätburgunder, Müller-Thurgau, Ruländer, Weißburgunder


Winzergenossenschaft Oberschopfheim eG – Nördlichster Ort im Breisgau

„Oberschopfheim ist der nördlichste Ort im Breisgau, sprich in Oberschopfheim beginnt der Breisgau.“ stellt der 1. Vorsitzende Frank Erb die 1967 gegründete WG vor. “Trotzdem verkaufen wir auch Ortenauer Weine, da wir im Jahr 1999 mit der WG Hohberg, dem südlichsten Ort in der Ortenau, fusioniert sind. Einen eigenen Weinverkauf haben wir seit dem Jahr 2000. Auf diesen sind wir sehr stolz und an ihm hängt auch unser ganzes Herzblut. Gemeinschaft, Tradition, Genuss - jedes Jahr im Juni findet am Winzerhüs der Winzerhock statt und am ersten August-Wochenende der alljährliche Weinwandertag. In unserem wunderbaren Gewölbekeller kann man ganzjährig Weinproben buchen, auch geführte Weinwanderungen mit Weinprobe sind möglich. 2017 war ein ganz besonderes Jahr für uns, wir wurden 50 Jahre alt, das haben wir natürlich ausgiebig gefeiert.

Hier vor Ort haben wir fast nur tiefgründige Lössböden, ein kleinerer Teil sind schwere Lehmböden. Gerade die Lössböden zeigten uns in den letzten Jahren, dass sie gut mit langen trockenen Phasen aber auch niederschlagsreichen Phasen klar kommen. Das macht es uns möglich, jedes Jahr sehr gute Qualitäten in ausreichender Menge zu erzeugen. Für die Winzer ein sehr wichtiger Faktor was die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit des Weinbaus betrifft. Und für unsere Kunden bedeutet es jedes Jahr mit gleichbleibender guter Qualität rechnen zu können. Da der Breisgau, auch was die verschiedenen Weinlagen angeht, sehr vielfältig ist, gibt es bei uns viele verschiedene Weine. Wir können kräftige und schwere Rot- und Weißweine, die hervorragend zum Essen passen, können aber auch leichte, fruchtige, frische und spritzige Weine. Letzteres ist vielleicht auch unsere Stärke – Weine, die nach mehr verlangen. Gerade in einer Genossenschaft sind die Winzer eine eingeschworene Gemeinschaft, man hilft sich gegenseitig und kann auch viel zusammen erreichen. Wir zum Beispiel veranstalten zusammen einige Feste im Dorf, welche nicht nur unseren Zusammenhalt stärken, sondern auch den des ganzen Dorfes. Etwas zu tun von dem alle etwas haben, ist ein gutes Gefühl. Des Weiteren spielt der Erhalt der Kulturland-schaft, die der Winzer nachhaltig prägt, auch eine Rolle, die den Beruf besonders macht. Jeder Winzer trägt zum Erhalt bei. Der Genuss darf natürlich auch nicht fehlen, es ist etwas ganz besonderes, das ganze Jahr in den Rebbergen zu stehen, zu arbeiten und den Reben zuzuschauen, wie sie heranwachsen. Ein halbes Jahr nach der Ernte kann man im Glas genießen, was man mit den eigenen Händen gehegt und gepflegt hat. Ein tolles Gefühl.

Ein Highlight aus 2017 war unser Gewürztraminer aus unserer Premiumlinie „OS“ - er wurde vom DWI als bester deutscher Bukettwein des Jahres ausgezeichnet. Ein ganz besonderer Wein ist auch unser „Grenzgänger Weiß“, eine Cuvée aus Grauburgunder und Chardonnay, im kleinen Holzfass gereift, der perfekte Essensbegleiter. Die Weinlinie Grenzgänger wurde nach der Fusion der Genossenschaften Oberschopfheim und Hohberg kreiert. Sie verbindet nicht nur 2 Genossenschaften und 2 Orte, sie verbindet auch 2 Weinbaubereiche, den Breisgau mit Oberschopfheim und die Ortenau mit Hohberg. Der Schritt über eine Grenze hinweg eine Fusion einzugehen erfordert besonders viel Mut, den man auch in der Politik braucht, wenn man was verändern und erreichen will. Für diesen Mut steht „der Grenzgänger“. Um das Breisgauer Anbaugebiet bekannter zu machen, wollen wir aktiv auf das Weinpublikum zugehen und zeigen, was wir können und gemeinsam hinter unseren Produkten stehen. Nur gemeinsam sind wir stark, der Grundgedanke jeder Genossenschaft. Mit dem Breisgauer Weintourismusprojekt, der Präsentation auf der Landesgartenschau in Lahr und dem Weinkult Breisgau und sind wir auf dem richtigen Weg.“
   
WG Oberschopfheim
Vollanliefernde WG im Verbund Badischen Winzerkeller
und Teilselbstvermarkter

Vorstandsvorsitzender Frank Erb
Geschäftsführender Vorstand Frank Erb
Gründung 1967
Rebfläche ca. 58 ha
Mitglieder ca. 147
Hauptrebsorten Spätburgunder, Müller-Thurgau, Ruländer, Weißburgunder