Architekturpreis erhalten - Gratulation an die WG Buchholz/Sexau

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz hatte in 2016 zum vierten Mal den Architekturpreis Wein in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Weinbauverband und der Architektenkammer Rheinland-Pfalz ausgeschrieben und am 29.11.16 im Rahmen der INTERVITIS INTERFRUCTA in Stuttgart verliehen.

Mit dem Architekturpreis Wein werden beispielhafte Lösungen der Architektur, der Innenarchitektur, der Landschaftsarchitektur und des Städtebaus im Bereich von Weinbau, Weinproduktion, Weinvermarktung bzw. Gastronomie und Beherbergung im Zusammenhang mit Weinbaubetrieben in Deutschland gewürdigt und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dabei gilt der Architekturpreis Wein 2016 insbesondere solchen Projekten, die als ganzheitliche Lösungen aus der engen Zusammenarbeit mit Winzern und Architekten hervorgegangen sind. Die Preisverleihung fand durch den rheinland-pfälzischen Wirtschafts- und Weinbaustaatssekretär Andy Becht, den Präsidenten des Deutschen Weinbauverbandes, Norbert Weber, und den Präsidenten der Architektenkammer

Die Architekten Michael Maucher und Cornell Fuchs stehen für das herausragende Bauwerk im Burgunderweg 1 in Buchholz, das sie in engagierter Zusammenarbeit mit den WG-Verantwortlichen in Buchholz entwickelt, geplant und realisiert haben. In der Jurybewertung wurde das Ergebnis dann auch entsprechend ausgelobt: „Das Projekt hebt sich auch deshalb von anderen Einrichtungen ab, weil es für Winzergenossenschaften nicht selbstverständlich ist, visionäre und kostenintensive Projekte so konsequent umzusetzen.“ Gefordert waren optimale Funktionalität und maximale Außenwirkung bei minimalem Budget. Der Neubau überzeuge mit seiner Gradlinigkeit, der Materialwahl und seiner Variabilität. In diesem Gebäude werde nicht nur Wein verkauft, sondern auch hergestellt.

„Mit einem verhältnismäßig kleinen Budget haben wir es geschafft, unseren Barverkauf innerhalb nur eines Jahres um 30 Prozent zu steigern. Aus unserer Sicht war die Investition in zeitgemäße Architektur eine sehr gute Entscheidung,“ wird Bernhard Reichenbach im Resümee zitiert. Besonders interessant sind auch die Wertungen zum architektonischen Konzept, das unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten zulasse: So kann die Traubenannahme auch als Raum für Veranstaltungen genutzt werden und eröffnet Besuchern dabei einen wunderbaren Blick in die Weinberge. Bei der Fassadengestaltung steht der Werkstoff Holz im Vordergrund. Er isoliert das Gebäude und symbolisiert zugleich den Standort im Schwarzwald.