„ Baden Wir Kommen"
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„ Baden Wir Kommen";
Erfolgreiche Reorganisation des Badischen Winzerkellers für die Zukunft der Winzer
„Wie sehen wir uns in der Zukunft?, Was fordert der Weinmarkt?,
Wie reagieren wir flexibel auf die Konsumentenwünsche?,
Wo können wir besser werden?, Was ist für uns die optimale Organisationsform?, Wie lassen sich die Auszahlungen an die Winzer verbessern?"; Diese und viele weitere Fragen hat sich der Badische Winzerkeller vor zwei Jahren auf den Prüfstand genommen.
In Begleitung der Firma Bluespring Consulting als aktiven Unternehmensberater wurde dieses komplexe Reorganisations-Projekt systematisch und praxisorientiert durchgeführt. Im Fokus standen alle Unternehmensbereiche von der Produktion über die Verwaltung bis hin zum Vertrieb, wo die identifizierten Verbesserungspotentiale anschließend gemeinsam erfolgreich umgesetzt wurden.
Der aus einem Mitarbeiterwettbewerb entstandene Projektname „Baden Wir Kommen"; steht für den Anspruch des gesamten BWK-Teams, sich selbst und das Haus der badischen Winzer weiter-zuentwickeln. Das positive Geschäftsjahresergebnis 2006 mit einer deutlichen Steigerung sowohl der Umsatzerlöse als auch der Produktivität im Unternehmen spricht für den Erfolg der ganzheitlichen Vorgehensweise gemeinsam mit Bluespring Consulting.
Tradition & Moderne − flexibel in die Zukunft
Die Gründer unseres Hauses hatten schon 1952 das Gebot einer badischen Struktur für Großpartien erkannt. Sie hatten die Gefahr von kostentreibenden Einzelinvestitionen in Kellertechnik, Logistik und Verwaltung vor Augen, als sie den Keller der Keller entwarfen. Und Sie wollten einen starken Vertrieb für Baden, der der Konzentration im Handel Paroli bieten kann. Der Badische Winzerkeller kann dieser Verantwortung in Zukunft gerecht werden.
Moderne Anlagen für die Erzeugung und Abfüllung von Weinen stehen bereit. Das Konzept der „kurzen Wege"; erlaubt interessante Dienstleistungs-Konditionen für andere Erzeuger in Baden. Das entscheidende war die Einführung einer neuen Betriebssoftware, mit der wir wesentlich verbesserte Abläufe, Transparenz im Unternehmen und Möglichkeiten zur Intensivierung der Mitarbeiterführung erreicht haben. So können wir rechtzeitig Entwicklungen erkennen und auf diese reagieren, Prozesse verändern und Arbeitsabläufe erfolgsorientierter gestalten.
Dynamik − Denken und Handeln im Einklang
Im Verwaltungs- und Vermarktungsbereich wurden vorhandene Schwächen erkannt, analysiert und beseitigt. Die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen konnte optimiert werden. Die Integration der Mitarbeiter in Entscheidungs- und Wertschöpfungsprozesse hat bereits Erfolge gezeigt mit dem Ergebnis von mehr Flexibilität, mehr Motivation, mehr Teamgeist und mehr verantwortlichem Handeln. Das innere Gefüge des Badischen Winzerkellers ist dynamischer geworden. Eine Prägung von Innovation und Wille zur Zukunft spüren bereits unsere Winzerinnen und Winzer bis hin zu den Handelspartnern. Dieser Klimafaktor ist der Nährboden, den Herausforderungen der nächsten Jahre gut gewachsen zu sein und der Rolle als Zentralkellerei für Baden gerecht zu werden.
Stärke − kompetentes Agieren am Markt
Alle diese Maßnahmen stärken den Vertrieb. Deutschland hat die geringsten Handelsspannen in Europa. Dies führt zu einer Konzentration der Anbieter, die den Preisdruck mit entsprechender Macht an die Erzeuger weitergeben. Der Preisdruck wird bleiben, aber unser Vertrieb kann heute mit wichtigen Mehrwertkriterien punkten: Liefersicherheit, verlässliche Logistik und handelsgerechte Marken sind Bedingungen für eine dauerhafte Listung. Der Badische Winzerkeller ist mit diesen Qualitäten eine verlässliche Größe für alle Handelspartner und damit für seine Mitglieder.
Mehrwert − solide Basis für Weinbau
Die im technischen Bereich eingeleiteten Maßnahmen haben zu einer Rationalisierung der Produktionsvorgänge und gleichzeitiger Verbesserung der Qualität unserer Produkte geführt. Zum Beispiel hat sich die neue Technik des Dekanters während der Weinlese 2006 als äußerst hilfreich erwiesen und unseren Winzern die Sicherheit gegeben, die von ihnen geernteten Trauben auch zeitnah abliefern zu können, ohne dass dadurch Ernteausfälle entstanden sind.
Auch hat das Jahr 2006 gezeigt, dass der Badische Winzerkeller durchaus in der Lage ist, durch gezielte Absatzmaßnahmen für eine Entlastung der Bestände im eigenen Hause zu sorgen und zusätzlich die Voraussetzung für andere Winzergenossenschaften zu bieten, durch eine zentrale Vermarktung dem badischen Weinmarkt positive Impulse zu geben. Vielschichtige Signale badischer Weinerzeuger zur Zusammenarbeit mit dem Badischen Winzerkeller machen die Richtung deutlich, dass ein verstärktes Miteinander in der Erzeugung und Vermarktung für alle Beteiligten Vorteile bringen können.
Vertrauen − umsichtige Winzer
Die intensivere Betreuung unserer Winzergenossenschaften, auch im Vertriebsbereich, machen sich bereits sehr positiv bemerkbar und wir sind weiterhin daran, durch Förderung der Eigenvermarktungs- möglichkeiten unserer Mitgliedsbetriebe zusätzlichen Ertrag und damit Auszahlung an die Winzer zu erzielen.
Erfreulich ist auch die Entwicklung innerhalb unserer Genossenschaften, in denen viele Jungwinzer ihre Betriebe modernisieren, vergrößern und nach wirtschaftlichen Grundsätzen erfolgreich betreiben. Insofern wird es einen Wandel hin zu größeren Betriebseinheiten geben, was letztendlich auch erforderlich macht, dass eine vermehrte maschinelle Bearbeitung der Rebflächen stattfindet. So wird der Badische Winzerkeller hierfür die Voraussetzungen in der Traubenannahme verbessern, um auch maschinell gelesenes Traubengut zügig und ohne Qualitätsverluste annehmen zu können.
Die Zufriedenheit der Winzer mit den Aktivitäten in allen Bereichen hat uns gezeigt, dass wir für unsere Winzer auf dem richtigen Weg sind und nicht nur die Auszahlung allein, sondern auch ein umfassendes Service- und Dienstleistungspaket durch den Badischen Winzerkeller von großer Bedeutung ist.
Für alle Beteiligten bleibt nach der intensiven und konstruktiven Auseinandersetzung mit der Zukunft des Unternehmens „Badischer Winzerkeller eG"; eine grundsätzliche Erkenntnis: „Wenn es den Badischen Winzerkeller nicht gäbe, müsste er erfunden werden.";
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